Formen der neurologischen Rehabilitation

Stationäre neurologische Rehabilitationsbehandlung:

Die neurologische Rehabilitation wird in Spezialkliniken durchgeführt. Die ersten Phasen entsprechen einer stationären Behandlung in einem Akutkrankenhaus. Allerdings stehen rehabilitative Behandlungskonzepte im Vordergrund dieser Kliniken. Die medizinisch/ärztliche Versorgung wird in den folgenden Phasen (C und D) immer weiter zugunsten der therapeu­tischen und z.T. berufsorientierten Ansätze zurückgefahren. Im interdiszipli­nären Behandlungsteam arbeiten Pflegekräfte, Physiotherapeuten, Ergo­thera­peuten, Logopäden, Neuropsychologen und der Sozialdienst eng an einer Reintegration der Betroffenen zusammen. Zu den individuell festgelegten Rehabilitationszielen des Patienten gehören sowohl die Verbesserung der körperlichen Funktionen (Lähmung), der Befähigung im Alltagsleben (Anziehen, Waschen, Essen, Gehen, Treppensteigen etc.) als auch die Versorgung mit Hilfsmitteln (z.B. Rollstuhl, Haltegriffe, Badewannenlifter, behindertengerechter Umbau etc.).

Ambulante und teilstationäre Rehabilitation:

Dieses Angebot kann von Patienten angenommen werden, die bereits zu Hause wohnen, und mobil sind. Sie können tagsüber in einer nahege­legenen Eintrichtung interdisziplinär behandelt werden. Dabei entspricht das Behandlungsangebot weitestgehend dem der stationären neurologischen Rehabilitationskliniken.

Ambulante Rehabilitation:

Ist der Rehabilitationsprozess so weit fortgeschritten, dass kein interdiszi­plinärer Ansatz mehr erforderlich ist, aber in bestimmten Bereichen weiter­hin körperliche Funktionseinschränkungen vorliegen, so können diese durch die jeweils fachspezifischen Therapeuten (z. B. Physiotherapeuten, Ergo­thera­peuten, Logopäden) behandelt werden. Seit dem Jahre 2012 sind auch ambulante neuropsychologische Therapien möglich.